Eigene Erfahrungen:
Bisher war es nicht nötig, über die Wintertauglichkeit des alten Car-Camp zu berichten, jedoch lag dieses Thema nicht nur mir als Besitzer im Magen, sondern auch einigen anderen, von denen ich weiß. Als wir zu zweit noch Mitte Oktober 2007 in Berlin waren, zeigte sich, was das HCC Typ 1 bei Frosttemperaturen eben NICHT kann:
Da kein Lattenrost oder ähnliche Unterbauten unter der großen Matratze im "Alkoven" vorhanden sind, hatte sich durch die Körperwärme nachts unter der Matratze sehr intensiv Kondenswasser gebildet, welches natürlich auch das nichtversiegelte Naturholz benetzte.
Das war natürlich sehr ärgerlich, wenn wir tagsüber die Stadt erkunden - und nicht zum Auslüften mit offenen Fenstern und Dachluken am Fahrzeug bleiben zu wollten. Uns blieb also nichts anderes übrig, als die Matratzen hochzulagern, damit genügend Frisch- und Warmluft unter die Matratzen kam. Nach dem Frühstück nochmals ausreichend lüften und bei Abwesenheit die Dachluken offen stehen zu lassen.
Nach unserer Rückkehr das gleiche "Spiel" und dann alles schließen und ausreichend einheizen!
Bis zum nächtlichen Bettenbau blieben die Matratzen also "oben" — mit Erfolg, denn die Feuchtigkeit war weitestgehend abgetrocknet.
Das Hochlagern tagsüber wiederum hieß Platzeinschränkung, denn was sonst auf der Matratze abgelegt war, mußte nun in der Sitzecke verlagert werden. Dadurch wurde der Wohnraum weiter eingeschränkt.
Diese Umstände führen bei uns natürlich zu der Frage: Wie ist es denn mit der Wintertauglich-keit des NEUEN bestellt!?
Sind im Alkoven nun Lattenroste untergebaut? Sind Umluftrohre wie bei anderen Wohnmobilen in diesem Bereich vorhanden? Denn schließlich ist ja dort auch eine THERME eingebaut, die es schaffen würde, nicht nur ständig warmes Wasser bereitzustellen, sondern auch ALLE Bereiche des Wohnraumes gleichmäßig mithilfe des Gebläses zu erwärmen?
Wie ist es im neuen HCC mit der Dachisolierung bestellt...? Gfk mit Schaumstoff oder das gleiche Material, wie die Wände auch...?
Anmtwort: Im neuen Prospekt (PDF) steht wortwörtlich: "Der Wohnraum ist durch unsere Styrofoam-Isolierung winterfest!"
Auf alle Fälle waren wir Mitte Oktober 2007 froh, als nach tagelangem "Trockenlegen" unserer Matratze wir wieder daheim angekommmen waren und dann das "Huki" endlich in den Winterschlaf entlassen werden konnte - aber, oh Schreck...:
Als ich dann die große Alkovenmatratze beim Abbau der Dachbefestigungen ganz entfernen mußte, sah ich die Bescherung:
Kondenswasser war auf der Innenseite des Alkovendaches (GfK-Schicht mit ca. 4 cm Schaumstoffisolationsschicht) im Schaumstoff an der Innenseite langsam Richtung Holzboden gesickert und hatte das Holz getränkt.
Nun hieß es, nach dem Abbau des Astra die Abbauöffnung zumindest einen Spalt breit zum Austrocknen offen zu lassen...
Damit aus der Scheune keine Insiekten und anderes Getier in den Wohnraum gelangen konnte, hatte ich ein Fliegennetz von innen gespannt. Und die Dachluken und alle Fenster standen tage- bis wochenlang auf "Schlitz".
Vor Jahren hatte ich ähnliches beobachtet mit dem Kondenswasser in diesem Bereich, als beim Überwintern im Freien tauender Schnee sich im untersten Bereich des GfK-Daches sammelte und nachts wieder zu Eis gefrohr. Durch die Sonnewärme tagsüber entstanden im Innern Temparaturen über 0° C.
Dadurch bildete sich also wieder das berüchtigte Kondenswasser an jener Stelle im Innern.
Das ich unter solchen einschränkenden Bedingungen erst wieder Lust zum Ankoppeln und ersten Ausfahrten bis zu frostfreien Tagen des Frühjahrs warte, das ist sonnenklar!
Das sind also die Gründe, weshalb ich auf der Seite des neuen Car-Camp den Umstand der Wintertauglichkeit unter die Lupe genommen habe. Der neue Prospekt des Car-Camp-Typ 2 sagt leider nicht genügend darüber aus, ob gerade diese kritischen Bereiche eine Änderung erfahren haben.
Für weiter Erfahrungen von Besitzern oder Ex-Besitzern wäre ich sehr dankbar. Ich könnte sie hier (ohne Namensnennung und ausdrücklicher Erlaubnis) hereinstellen.
Erfahrungsbericht von Peter Wiermann |